Erschaffen im Bilde Gottes

Aus wie vielen Teilen besteht der Mensch? Kann man ihn in 3 Teile (Geist, Seele und Körper) oder eher in 2 Teile (Körper und Seele) aufsplitten? Oder sind solche Überlegungen aus biblischer Sicht von vorneherein zum Scheitern verurteilt?


Der Mensch ist oftmals angesehen worden als ein Wesen, das aus verschiedenen Teilen besteht, die man voneinander trennen kann. So sind einige der Meinung, er bestehe aus zwei Teilen (Dichotomie), andere wollen in ihm drei Teile voneinander unterscheiden können (Trichotomie).

Die Bibel kennt keine wissenschaftliche oder „biblische“ Anthropologie. Ebenso kennt sie keine „biblische“ Psychologie. Das in der Bibel vermittelte Menschenbild lässt es nicht zu, den Menschen in zwei oder drei voneinander unterscheidbare Bestandteile aufzuteilen. Vielmehr wird der Mensch als eine Einheit beschrieben. Natürlich gibt es etwas im Menschen, das man als Geist beschreiben kann. Aber wie sollte man diesen Geist von der Seele oder dem Herzen unterscheiden?

Die Schrift ist nicht primär an den Teilen des Menschen interessiert, sondern an den Beziehungen, in die der Mensch gestellt ist und an seinem Verhalten in diesen Beziehungen (gegenüber Gott, anderen Menschen und sich selbst). Der Mensch ist eine Einheit und als solche braucht alles in ihm Erlösung.

 

8.1 Dichotomie oder Trichotomie?

a) Trichotomie (gr.: Dreiteilung)

Die Trichotomie behauptet, dass der Mensch aus drei Teilen bestehe: Körper, Seele und Geist. Die Aufteilung ist heute wieder sehr verbreitet. Es handelt sich jedoch um eine außerbiblische Lehre griechischen Ursprungs, welche bereits von Athanasius 381 n.Chr. auf der Synode von Konstantinopel verworfen wurde. Im 20. Jhd. wurde diese Lehre vor allem durch das Buch „Der geistliche Christ“ von Watchman Nee wiederbelebt. Auch in der Scofield-Bibel wird die Trichotomie vertreten. Die Lehre muss aus mehreren Gründen verworfen werden:

Erstens: Sie tut der Einheit des Menschen als einem unzerteilbaren Wesen Gewalt an.

Zweitens: Sie setzt oftmals – ebenso wie der griechische Platonismus – einen unvereinbaren Gegensatz zwischen Geist und Körper voraus. Bereits Plato lehrte diesen Gegensatz, wobei er den Körper als das Grab des Geistes ansah, welchen der Geist nur im Tod verlassen könne, um höheren Sphären zuzustreben. Beim Tod des Menschen geht der Geist in die höhere Welt, während der Leib einfach verloren geht. Die Griechen sahen die materielle Welt nicht als Schöpfung Gottes an, sie musste durch ein vermittelndes Prinzip mit Gott verbunden werden. Dieses Prinzip sei die sogenannte Weltseele. Auch der Mensch müsse somit aus drei Teilen bestehen: dem materiellen Körper, dem gottgegebenen Geist und der vermittelnden Seele. Die Bibel bezeichnet den Leib jedoch niemals als minderwertig, sondern sieht ihn als einen vollwertigen Teil des gesamten Menschen an. Der Mensch wurde mit einem Leib von Gott geschaffen und er wird auch mit einem Leib in der Ewigkeit existieren.

Drittens: Sie beschreibt eine ebenso scharfe Trennung zwischen Seele und Geist, welche in der Bibel nicht zu finden ist. Vielmehr ist es so, dass der Mensch in der Schrift an verschiedenen Stellen bezeichnet wird als ein Wesen aus Körper und Seele, an anderen Stellen wiederum als ein Wesen, welches Körper und Geist ist.

Mt 10,28: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!“

1Kor 7,34: „Es ist ein Unterschied zwischen der Ehefrau und der Jungfrau. Die Unverheiratete ist besorgt um die Sache des Herrn, dass sie heilig sei sowohl am Leib als auch am Geist; die Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefällt.“

 

Kummer wird in der Bibel ebenso der Seele wie dem Geist zugeordnet:

Jes 54,6: „Denn wie eine verlassene und im Geist bekümmerte Frau wird der HERR dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott.“

Joh 12,27: „Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.“

Joh 13,21: „Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert, und er bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten!“

2Pe 2,8: „… denn dadurch, dass er es mit ansehen und mit anhören musste, quälte der Gerechte, der unter ihnen wohnte, Tag für Tag seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken

 

Lobpreis und Liebe zu Gott werden der Seele und dem Geist zugeschrieben:

Mk 12,30: „und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft!« Dies ist das erste Gebot.“

Lk 1,46-47: „Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter, …“

 

Die Errettung wird der Seele und dem Geist zugeschrieben:

1Kor 5,5: „… dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus.“

Jak 1,21: „Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten!“

 

Sterben wird beschrieben als Weggang der Seele oder des Geistes:

1Mo 35,18: „Und es geschah, als ihr die Seele entschwand, weil sie am Sterben war, da gab sie ihm den Namen Benoni; sein Vater aber nannte ihn Benjamin.“

1Kö 17,21: „Und er streckte sich dreimal über das Kind aus und rief zu dem HERRN und sprach: HERR, mein Gott, lass doch die Seele dieses Kindes wieder in es zurückkehren!“

Ps 31,6: „In deine Hand befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott!“

Mt 27,50: „Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf.“

 

Die Verstorbenen werden sowohl als Seelen wie auch als Geister bezeichnet:

1Pe 3,18-20: „Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch das Wasser,“

Off 6,9: „Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.“

 

1Thess 5,23: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!“ Hier handelt es sich im Kontext nicht um eine lehrmäßige Feststellung, sondern um ein Gebet. Die beiden griechischen Wörter holoteleis (ganz und vollständig in der Erlangung des Zieles) und holokleron (vollständig in allen seinen Bestandteilen) legen eindeutig die Betonung auf die Ganzheit der Person, welche lediglich in den verwendeten Unterbegriffen angedeutet werden soll. Es geht hier gerade nicht um eine Analyse, sondern um die Summe des gesamten Menschen. Ebenso wenig hatte der Herr die Absicht, den Menschen in vier Teile zu zertrennen, als er sagte:

Lk 10,27:… Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand, …

Der ganze Mensch soll Gott lieben, das ist hier der Sinn. Es geht nicht um die Zerteilung in Untereinheiten.

 

Hebr 4,12: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ Hier findet sich ebenfalls bildliche Sprache, es geht nicht um ein buchstäbliches Zerschneiden des Menschen. Das Wort Gottes ist sowohl die Schrift als auch der Herr selbst, der uns völlig kennt bis in das Innere unseres Herzens. Hier besteht eine Verbindung zu 1Kor 4,5:

„Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden.“

Zudem ist in Hebr. 4,12 gar nicht die Rede davon, dass die Seele vom Geist getrennt wird, sondern dass sowohl Seele als auch Geist jeweils für sich getrennt werden. Gleicherweise wird ja auch nicht das Mark von dem Bein getrennt.

 

b) Dichotomie (gr.: Zweiteilung)

Die Dichotomie sieht den Menschen bestehend aus den beiden Teilen Körper und Seele. Von einer ganzen Anzahl von Theologen wird sie vertreten, zum Beispiel Louis Berkhof im 20. Jahrhundert. Diese Zweiteilung kann z.B. aus folgendem Vers abgeleitet werden:

1Mo 2,7: „Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“

Dieser Vers macht deutlich, dass der Mensch aus einem materiellen Teil und einem transzendenten Teil besteht (wie oben aufgezeigt, kann dieser transzendente Teil sowohl Geist als auch Seele genannt werden). Der materielle und der transzendente Teil können jedoch nicht voneinander getrennt werden, da die Bibel den Menschen als eine unzertrennbare Einheit beschreibt. Insofern ist die Dichotomie genau wie die Trichotomie aus biblischer Sicht abzulehnen.

Im folgenden Abschnitt wollen wir uns mit den biblischen Begriffen beschäftigen, welche im AT und im NT für Geist, Seele und Körper verwendet werden. Wir werden feststellen, dass die Begriffe nicht immer klar voneinander zu trennen sind und üblicherweise den Menschen als ein Ganzes beschreiben.

 

8.2 Biblischen Begriffe für Geist, Seele, Herz und Leib

Im Alten Testament

  • Nephesch (Strong-Konkordanz: Seele, Lebewesen, Leben, selbst, Person, Mensch, Begierde, Emotion etc.). Edmund Jacob: „Nephesch ist der übliche Begriff für die Gesamtheit der menschlichen Natur, für das was er ist und nicht nur für das was er besitzt (…). Daher ist die beste Übersetzung das Wort Person.“

1Mo 1,30: „… aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich regt auf der Erde, allem, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich jedes grüne Kraut zur Nahrung gegeben! Und es geschah so.“

 

  • Ruach (Strong-Konkordanz: Geist, Wind, Odem, etc.). W.D. Stacey sagt: „Bezugnehmend auf den gesamten Menschen in seiner Stellung vor Gott ist ruach das vorherrschende Wort, während in Bezug auf den Menschen in seiner Stellung zu anderen Menschen eher nephesch das richtige Wort ist. In beiden Fällen ist der ganze Mensch gemeint.“

1Mo 1,2: „Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“

Psalm 31,6: „In deine Hand befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst, HERR, du Gott der Wahrheit!“

 

  • Leb (lebab) (Strong-Konkordanz: Herz, Verstand, Sinn, innerer Mensch etc.). Es bezeichnet den Menschen in einem vorherrschend religiösen Kontext. Mehr als jedes andere Wort steht dieses Wort für den Menschen nach seinem innersten Wesen.

1Mo 6,5: „Als aber der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, …“

Hi 12,3: „Auch ich habe Verstand wie ihr; ich stehe nicht hinter euch zurück; und wer wüsste nicht dergleichen?“

 

  • Basar (Strong-Konkordanz: Fleisch, Leib, etc.). Es repräsentiert den Menschen mit einer Betonung auf seiner äußerlichen Offenbarung und auf seiner menschlichen Schwachheit.

Sach 2,17: „Alles Fleisch schweige vor dem HERRN, denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.“

 

Im Neuen Testament

  • Psyche. Entspricht dem hebräischen nephesch.

Mat 26,38: „Dann spricht er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt bis zum Tod; bleibt hier und wacht mit mir.“

 

  • Pneuma. Entspricht dem hebräischen ruach. Paulus benutzt das Wort nicht nur für geistige Fähigkeiten, sondern ordnet es auch den psychischen (seelischen) Funktionen des Menschen zu. Pneuma kann sogar dem Leben nach dem Tode zugeordnet werden. Letztlich ist es weitgehend synonym zu psyche, ebenso wie ruach synonym zu nephesch ist.

Lk 1,46-47: „Und Maria sprach: Meine Seele (psyche) erhebt den Herrn, und mein Geist (pneuma) freut sich über Gott, meinen Retter, …“

Lk 23,46: „Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist (pneuma)! Und als er das gesagt hatte, verschied er.“

 

  • Kardia. Entspricht dem hebräischen leb. Kardia in der Hauptbedeutung ist das innere Wesen des Menschen, in welchem das religiöse und das moralische Leben verwurzelt sind, und welches Gott im Menschen anspricht. Liebe wird mit dem Herzen verbunden, ebenso Vergebung, Demut, Dankbarkeit.

Mt 5,8: „Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!“

Mt 18,35: „So wird auch mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Verfehlungen vergebt.“

 

  • Sarx. Entspricht dem hebräischen basar. Das Fleisch im Neuen Testament bezeichnet nicht nur den Leib, sondern das gesamte Wesen des gefallenen Menschen unter der Macht der Sünde.

Gal 5,19-21: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“

 

  • Soma. Entspricht ebenfalls dem hebräischen basar. Es bedeutet unter anderem: Ein lebender Körper, der Auferstehungsleib, der Leib Christi oder die Gemeinde, die Person als Ganzheit vor Gott, der Sitz des Geistlichen im Menschen, der ganze Mensch als Teilhaber des Reiches Gottes, der Schauplatz des geistlichen Kampfes im Hinblick auf das kommende Gericht. Es geht wieder eindeutig um die gesamte Person.

Luk 12,4: „Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts weiter zu tun vermögen.“

 

8.3 Psychosomatische Einheit

Der Mensch in seiner Gesamtheit muss betrachtet werden als ein beseelter und geistbegabter Leib und zugleich als eine beleibte Geistseele. Beides ist wahr. Der Mensch hat körperliche und nichtkörperliche Aspekte. Beide stehen jedoch in einer untrennbaren Verbindung und Wechselwirkung miteinander. Krankheiten des Körpers haben Auswirkungen auf den unsichtbaren Teil des Menschen, und umgekehrt. Der Mensch ist eine unzertrennliche Einheit aus körperlicher und nicht körperlicher Existenz. So ist er erschaffen, so wird er in der Errettung die Herrlichkeit der Ewigkeit erleben, und so wird er in der Verlorenheit die ewigen Schrecken der Hölle erleben.

 

Rö 8,23: „…und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes (pneuma) haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes (soma).“

 

8.4 Der Zwischenzustand

Die Zeugen Jehovas und die Adventisten gehen davon aus, dass der Mensch zwischen dem Tod und der Auferstehung einfach nicht existiert. Gleicherweise ist aber auch die Lehre des „Seelenschlafs“ nicht schriftgemäß. Das Neue Testament redet über einen jetzigen Körper, einen Auferstehungsleib und über einen voll bewussten Zwischenzustand.

 

Lk 23,43: „Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“

2Kor 5,6-8: „Darum sind wir allezeit getrost und wissen: Solange wir im Leib daheim sind, sind wir nicht daheim bei dem Herrn. Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und wünschen vielmehr, aus dem Leib auszuwandern und daheim zu sein bei dem Herrn.“

Phil 1,22-23: „Wenn aber das Leben im Fleisch mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;“

 

Die Schrift redet im AT und im NT davon, dass der Mensch nach dem leiblichen Tod bis zur Auferstehung getrennt vom Leib oder außerhalb des Leibes existiert. Für diesen Zustand werden im NT sowohl der Begriff Seele als auch der Begriff Geist benutzt.

 

Off 6,9: „Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.“

1Pe 3,18-20: „Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch das Wasser, …“

 

Die Bibel gibt uns keine ausführliche Beschreibung des Zwischenzustandes oder des Lebens in diesem Zustand. Wir können uns nicht genau vorstellen, wie es sein wird. Wir wissen aber, dass es für die Gläubigen ein gesegneter Zustand in der Gegenwart des Herrn sein wird, für die Verlorenen hingegen ein schlimmer Zustand an einem Ort der Qual.

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